Wenn aus Liebe Hass wird...


Morgen ist Vollmond und manche Menschen reagieren auf diesen etwas stärker als Andere.


Gerade vorhin habe ich mit einem Mann telefoniert, der mir vom aktuellen negativen Stress in der Beziehung mit seiner Frau berichtete. Er ist mit ihr schon über 30 Jahre verheiratet und wenn ich ab und zu mit ihm spreche, kommt eben auch das Thema Beziehung auf.


Bereits in meiner frühesten Kindheit hatte ich die unschönen Seiten zwischenmenschlicher Beziehungen mit seinen extremen Auswüchsen bei einigen Ehepaaren miterlebt. Aufgrund dieser Erfahrungen, war bereits als Kind für mich klar, dass ich später nur eine Beziehung haben will, die auf Liebe, Verständnis, gegenseitigem Respekt und Achtung basieren sollte. Selbstverständlich konnte ich dies damals nicht so formulieren, doch das entspricht dem, was ich wollte. Viele Jahre später erfuhr ich, wie vielschichtig das Leben sein kann und dass es eben nicht immer alles nur Schwarz-Weiss ist. Es gibt unzählige Schattierungen von Grau und ebenso viele unterschiedliche Beziehungsformen.


Sobald mal das Verliebtsein verschwunden ist und dem Alltag weichen muss, werden viele Beziehungen auf die Probe gestellt. Im Laufe der Jahrzehnte dachte ich schon des Öfteren, dass es sehr sinnvoll wäre, wenn junge Menschen besser auf zwischenmenschliche Beziehungen und auch auf das eventuelle Elternsein vorbereitet worden würden.


So wie zwei Menschen zusammen kommen, sind auch diese zwei dafür verantwortlich, ob dieses Zusammensein ein friedliches, harmonisches Zusammenleben, eine gegenseitige Bereicherung ist, oder ob es über kurz oder lang, zu einem Minenfeld wird, wo man sich nur noch gegenseitig belauert. Sobald das erste Verliebtsein und "die Schmetterlinge" verschwunden sind, wird eine zwischenmenschliche Beziehung zu einer Herausforderung. Denn dann entfleucht das ehemals Leichte und Unbekümmerte und zeigt auf was darunter liegt. Jeder bringt sein eigenes Päckchen an emotionalen Altlasten, seine eigenen "Baustellen" mit, sodass ein wirklich gutes Zusammenleben nur möglich ist, wenn beide Partner bereit sind an sich selbst zu arbeiten. Ja, ich meinte "an sich selbst arbeiten"! Erst im Zusammenleben können wir durch den Partner uns selbst erkennen. Jeder Mensch, mit dem wir in Kontakt kommen, kann uns quasi den Spiegel vorhalten. Gerade in intimen Beziehungen ist dieser Umstand einer der grössten Herausforderungen. Jeder Mensch kann gewisse Triggerpunkte haben, wo er/sie - oft für den Anderen unverständlich - womöglich extrem überreagiert. Genau diese Triggerpunkte bzw. das darunter Liegende gilt es zu bearbeiten.


In vielen Fällen sind die Partner nicht im Ansatz in der Lage diesen Umstand zu erkennen. Ganz im Gegenteil: "Der Andere ist schuld!"


Doch fangen wir ganz am Anfang einer Beziehung an. Zwei Menschen lernen sich kennen, sind voneinander angezogen und werden über kurz oder lang intim. Wir leben auf diesem Planeten mit laut Statistik zirka 7,8 Milliarden Menschen. Es ist eine Erde aber jeder dieser Menschen lebt eigentlich in seiner eigenen Welt. Diese ist geprägt von den eigenen Vorstellungen, Werten, gemäss der Erziehung, Kultur, Religion und der persönlichen Erfahrungen des Einzelnen. Durch diese und andere Filter betrachtet jeder Mensch die Welt, die Ereignisse und auch und vor allem die persönlichen Erlebnisse. Wenn nun zwei Menschen sich kennenlernen, so ist dies nicht ein normales Ereignis, sondern dieses "Kennenlernen" ist sehr stark durch die jeweiligen Filter der Einzelnen geprägt. Gemäss der jeweiligen Erziehung, der bewusst oder unbewusst übernommenen Lebensmuster und Prägungen wird ein möglicher Partner/Partnerin bereits beim ersten Treffen unbewusst analysiert und dann wird aus dem realen Gegenüber ein "virtuelles Bild" erzeugt. Dies ist ein sehr wesentlicher Faktor! Nur wer dies versteht, wird auch in der Lage zu verstehen, weshalb so viele Beziehungen nicht liebevoll und harmonisch sind.


Nachdem die Beziehung alltäglich geworden ist, weicht der Verklärung und Idealisierung des Partners, ein oft sehr nüchternes Bild. Alle "Fehler" und "Unstimmigkeiten" wurden im Hormonrausch oder Verliebtsein einfach überdeckt, weg retuschiert und ignoriert. Nun ist der Alltag eingekehrt und das verklärte Bild des angebeteten Menschen weicht der "Realität" und diese ist nicht das, was Mann/Frau wollte.


Lieber Leser, kommt Dir das irgendwie bekannt vor?

War zuvor die Beziehung traumhaft schön und man konnte nicht voneinander lassen, so ist es nun ein Schock, der erst mal verdaut werden muss. Der Sturz von Wolke Sieben ist recht schmerzhaft.


Aus spiritueller Sicht sind alle Gegensätze nicht so konträr, wie viele meinen. Nehmen wir zum Beispiel Heiss und Kalt. Stelle Dir einen Schieberegler vor, links ist ganz kalt und je mehr Du den Regler nach rechts schiebst, umso wärmer, heisser wird es. So ist es mit hell und dunkel, leise und laut... und so ist es auch mit Liebe und Hass, sofern es die menschliche Liebe ist. Wie oft ist es so, dass zwei Menschen sich eben noch einig sind, womöglich gerade miteinander intim waren und ein falsches Wort den schlimmsten Streit vom Zaun bricht?


Ich habe schon sehr oft über das Thema Erwartung und Erwartungshaltung gesprochen. Auch und gerade in zwischenmenschlichen Beziehungen sind diese Erwartungen und vor allem die nicht erfüllten Erwartungen die Sargnägel für private und geschäftliche Beziehungen.




Nicht zu vergessen sind die unzähligen eigenen emotionalen Baustellen, welche gerade in intimen Beziehungen erst richtig sichtbar werden. Jetzt wird diese Beziehung entweder zuerst mal eine "Arbeitsbeziehung", in der beide sich gegenseitig liebevoll helfen und diese "Baustellen" bearbeiten und die Hürden überwinden oder die Beziehung wird eben zu einem ständigen Minenfeld.


Dies ist der Unterschied zwischen "Himmel oder Hölle auf Erden".


© 2020 Ernst Koch - www.SpirituellerLifecoach.de Sämtliche Fotos, Videos  und Texte - sofern nicht ausdrücklich darauf hingewiesen - sind Eigentum bzw. geistiges Eigentum von Ernst Koch.



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